Runningbacks

Starter

Le'Veon Bell

Backup

Frank Gore, La'Mical Perine, Trenton Cannon (cut, 13.08.)

Roster Bubble

Josh Adams

Longshot

Kenneth Dixon (cut, 19.08.)

Le'Veon Bell

Der frühere Michigan State Running Back wurde 2013 von den Pittsburgh Steelers gedraftet und lieferte in Pittsburgh unglaubliche Zahlen ab. Er erlief in fünf aktiven Jahren (wobei er auch für Spiele gesperrt wurde und teilweise mit einer Knieverletzung ausfiel) 5.336 Yards mit 4.1 Yards pro Versuch und insgesamt 35 TD’s. Nachdem sie sich nicht auf einen contract einigen konnten, setzte Bell die 2018 Saison komplett aus, indem er seinen Franchise Tag nicht unterschrieb. Im Januar 2019 dann schlug unser ehemaliger GM Mike Maccagan zu und machte ihm einen Vertrag von 52,5 Millionen US Dollar über vier Jahre mit 27 Millionen garantiert mit acht Millionen Signing Bonus. In der 2019er Saison war er damit klar der Starter der Jets und man hatte sehr große Erwartungen an ihn. Konnte er diese auch erfüllen?! Die Antwort ist: leider nicht. Doch lag das an Bell?! Wenn man einen Blick auf seine Zahlen wirft, sieht man, dass er 789 Yards erlaufen hat in 245 Carries mit drei TD’s. Dies ergibt 3,2 Yards pro Versuch, womit er deutlich unter seiner ursprünglichen Leistung liegt und ihn auf den 23. Rang der Running Backs 2019 schießt. Jedoch hat er auch 66 Receptions gehabt für insgesamt 461 Yards. In Carries ist er somit, verglichen mit allen anderen RB’s der 2019er Saison, auf Rang elf. Doch die Voraussetzungen für Bell waren auch denkbar schlecht. Er hatte nicht nur sein erstes Jahr nach dem Holdout, sondern auch sein erstes Jahr in einer neuen Franchise, einem neuen Coach und nicht zuletzt hinter der 28. schlechtesten O-Line (laut PFF), die Druck nach 0,7 Rushing Yards und in über 25% nach 2,5 Sekunden zuließen. Joe Douglas hat das O-Line „Problem“ zum Glück souverän angegangen, weshalb, meiner Meinung nach, man durchaus mehr für die kommende Saison von Bell erwarten kann. Nicht zuletzt ist er ein Dual-Threat Runningback, der insgesamt 74 mal angeworfen wurde letztes Jahr. Da das WR Corps noch durchaus Lücken zu haben scheint, ist es nicht verwunderlich, wenn Bell diese Zahlen nochmal erreichen sollte. Ich denke, wir werden dieses Jahr eine 1000+ rushing yard / 450 receiving yard Saison mit sechs Touchdowns von Bell sehen.

Frank Gore

Ja mit der Verpflichtung von Veteran Running back Frank Gore für ein Jahr, haben sich die Jets keinen Spieler geholt, der zur Kaderverjüngung beiträgt, jedoch ist Adam Gase bekennender Frank Gore Fan und das nicht ohne Grund. Ohne Frage hat Frank Gore eine beeindruckende Karriere bei verschiedenen Teams hingelegt, nicht zuletzt bei unseren Division Rivals, den Buffalo Bills in 2019 und den Miami Dolphins in 2018. Er wird mit Sicherheit kein „Game-changer“ sein, der 1000 Yards und mehr erläuft, aber das verlangt man von dem 37- jährigen 5-time Pro Bowler und NFC Rushing yard Leader von 2006 auch nicht. Natürlich wird er seine Carries bekommen und auch meiner Einschätzung nach vielleicht für 400+ Yards laufen, doch es ist viel wichtiger, was er abseits des Feldes dem Team bringt. Joe Douglas hat uns im Draft einen jungen, vielversprechenden Runningback in Perine von den Florida Gators geholt. Gerade eben Gennanter wird, denke ich, viel von Frank Gore profitieren können, der dafür bekannt ist, ein guter Mentor zu sein und eine professionelle Art mit sich bringt. Alles in allem ist dieser Move eine gute Wahl gewesen und für 1,05 Mil. Dollar auch nicht zu teuer.

La'Mical Perine

Unser neuester Zugang ist La’Mical Perine. Gedraftet in der vierten Runde an 120ter Stelle von den Florida Gators ist er ein sogenannter „Dual-Threat“ Runningback. Ein Blick auf Perines Zahlen der letzten vier Jahre bei den Gators zeigt, dass er ein beständiger Runningback ist, der auch durchaus für ein Big Play zu haben ist. Er erlief in 493 Versuchen insgesamt 2485 yards für 22 Touchdowns und 5,2 yards pro Versuch und fing 72 Pässe für acht Touchdowns und 674 Yards. Allein im Orange Bowl gegen Virginia Tech erlief er in 13 Versuchen 138 Yards für zwei Touchdowns und fing einen Touchdown in fünf Versuchen für insgesamt 43 Yards. Es hat natürlich seine Gründe, warum er erst in Runde 4 vom Board gegangen ist, jedoch denke ich, dass er viel Potential mit sich bringt und dieses Jahr unter Bell und Gore sehr profitieren wird. Als eingefleischter Florida Gators Fan hat mir das Signing natürlich sehr gut gefallen.

Trenton Cannon

Cannon ist ein Name, den man durch die 2018er Saison vielleicht noch auf dem Schirm hat. Dort erlief er in 38 Versuchen insgesamt 113 Yards für die Jets und konnte sogar einen Touchdown erlaufen. Zudem hatte er 144 receiving yards bei 17 Receptions. Hatte man diesen Namen auch noch 2019 auf dem Schirm? Die Antwort ist nein. Dies lag aber daran, dass Cannon auf die Injured Reserve Liste gesetzt wurde, nachdem er sich eine Sprunggelenksverletzung zuzog. Ich denke jedoch, dass Cannon es wieder in den Roster schaffen sollte, zudem er ja auch als Kick Returner fungierte.

(Cannon wurde am 03.08. entlassen – Anm. d. Red.)

Josh Adams

Ein weiterer Name, den man nicht unbedingt auf dem Schirm hatte. Josh Adams wurde 2018 von den Philadelphia Eagles gedraftet und erlief in seiner ersten Saison 511 yards bei 120 Versuchen mit 4.3 yards im Durchschnitt. Für einen Rookie, der nichtmal deren 1st Running back war, eigentlich gar nicht so schlechte Zahlen. Umso überraschender war es, dass die Eagles ihn vor der 2019er Saison im Zuge des 53-man Roster cut entlassen haben. Er wurde von den Jets dann zum Practice Squad gesigned und erhielt ab November 2019 sogar Spielzeit. In seinen 8 Attempts konnte er natürlich nicht viel leisten, jedoch könnte ich mir vorstellen, dass er es in  den Roster schaffen könnte im Gegensatz zu Dixon. Es wird sich zeigen, ob es sich gelohnt hat, ihn zu signen, jedoch sagen amerikanische Experten: „don ́t sleep on him“.

Kenneth Dixon

Jap ihr habt euch nicht verlesen, Kenneth Dixon ist auch im Roster. Wenn ihr euch jetzt fragen solltet, warum Ihr den nicht auf ́m Schirm hattet?! Nun, er hat, obwohl er die 2019er Saison für die Jets spielte, keinen Snap bekommen und somit auch nichts erlaufen. Der ehemalige 4th round pick der Baltimore Ravens erlief dort in seinen zwei Jahren Spielzeit 715 yards für vier TD’s und durchschnittlich 4,8 yards per carry, bevor er ende 2018 zu den Jets kam. Er erhielt hier einen Zweijahresertrag für insgesamt 1,3 Millionen Dollar. Werden wir in diesem Jahr mehr von Dixon sehen? Vermutlich nicht.

(Dixon wurde am 19.08. entlassen – Anm. d. Red.)

Ich hoffe euch hat mein Runningback Breakdown gefallen. Ich persönlich bin großer Fan dieser Position und freue mich auf ein besseres Running Game, als wir es letztes Jahr erleben durften. In diesem Sinne:

#TakeFlight

Fabian, 31.07.2020