Wide Receiver

Starter

Breshad Perriman, Denzel Mims, Jamison Crowder

Backup

Vyncint Smith, Braxton Berrios

Roster Bubble

Lawrence Cager, George Campbell, Chris Hogan

Longshot

Jeff Smith, Josh Malone, Jehu Chesson

Out for 2020

Josh Doctson (Opt Out), Josh Bellamy (Reserve/PUP-List)

Breshad Perriman (WR1)

Perriman wurde 2015 in der späten ersten Runde von den Baltimore Ravens gedrafted, nachdem er an seinem Pro Day mit zwei pfeilschnellen 40 yard dashes auf sich aufmerksam machen konnte, die ihn letztendlich zu einem der „biggest riser“ auf vielen Draft Boards aufsteigen ließen. Sein restliches Skillset war jedoch noch durchaus ausbaufähig und seine drei Saisons in Baltimore (2015-2017) zeigten eindrucksvoll, dass Speed alleine nicht reicht, um zu einem guten NFL Receiver zu reifen. Nach der 2018er Preseason zogen die Ravens die Reißleine und entließen Perriman. Nach ein paar Tagen in Washington landete Perriman schließlich bei den Browns und konnte als Backup immerhin 340 receiving yards und 2 TDs in 2018 verbuchen. 2019 wurde er von den Buccaneers als WR3 hinter Evans und Godwin unter Vertrag genommen und explodierte letztendlich gegen Ende der Saison, als er zwischen Woche 13 und 17 verletzungsbedingt mehr Spielzeit bekam und daraufhin zusammen mit DeVante Parker die meisten receiving yards aller NFL Receiver verzeichnen konnte. Er avancierte zu einem gefährlichen Deep Threats mit 14 receptions über 20+ yards und konnte in seinen vier Spielen als Starter drei Mal die 100 receiving yards knacken. Insgesamt beendete er die Saison mit 36catches für 645 yards und 6 TDs. Das Jets Front Office und wir Fans hoffen nun natürlich, dass er nachseinem Durchbruch in Tampa Bay ähnliche Zahlen im Zusammenspiel mit Sam auflegen kann; er wird wohl als unangefochtener WR1 outside in die Saison gehen und damit den zu den Panthers abgewanderten Publikumsliebling Robby Anderson beerben. Besonders gegen Man Coverage hat sich Perriman bei den Buccs enorm gesteigert, insgesamt sehe ich ihn nichtsdestotrotz als boom-or-bust prospect, der aber meiner Meinung nach ein „higher ceiling“ als RA besitzt. Es wird sich zeigen, wie er sich Woche für Woche gegen gegnerische CB1s wie Stephon Gilmore oder Tre‘Davious White behaupten kann. Einen Breshad Perriman als WR1 listen (zu müssen), zeigt, dass unser WR Room immer noch zum Bodensatz der Liga gehört, aber in einen bestimmten Rookie setzen wir viele Hoffnungen, dass er Perriman bald seinen Status als #1 streitig machen könnte…

*Projected Stat Line: 850 receiving yards, 6 TDs

Denzel Mims (WR2)

… und dieser Rookie ist 2nd Round Pick Denzel Mims. Die, die meinen Pre-Draft Scouting Report gelesen haben, wissen, dass ich ein großer Mims-Befürworter war, weswegen es mich am Ende umso mehr gefreut hat, dass wir einen solchen Prospect nach einem Trade Down in Runde 2 noch an #59 bekommen konnten. Mims besitzt alle körperlichen Anlagen und das Skillset, um sich zu einem dominanten WR1 zu entwickeln. Er ist groß, athletisch, schnell und explosiv. Er hat solide Hände, einen enormen Catch Radius und weiß seinen Körper bei Contested Catches ideal einzusetzen. Mit knapp 3000 receiving yards und 28 TDs über die letzten drei Saisons legte er außerdem konstant gute Zahlen für die Baylor Bears auf. Der Sprung zu einem produktiven NFL Receiver wird jedoch seine Zeit dauern, da sein Route Running noch ausbaufähig ist und er sich auch mental erst auf das Competition Level der NFL einstellen muss – er muss unter anderem an seinen Concentration Drops arbeiten.

 
Mims ist zwar Rookie, muss aber in unserem bescheidenen WR Room direkt Verantwortung übernehmen und sich spätestens zur zweiten Saisonhälfte zu einer potenten Anspielstation für Sam entwickeln, eine Stat Line von 600 receiving yards und 4 TDs halte ich für angemessen.

Jamison Crowder (Slot WR)

Crowder war in der vergangenen Saison über weite Strecken einer der wenigen Lichtblicke auf seiner Position. Mit 78 receptions für über 800 yards und 6 TDs verbuchte er im Slot die meisten receiving yards aller Jets WRs und zeigte dabei auch klar die beste Chemistry mit Darnold. Zusammen mit dem TE-Tandem bestehend aus Herndon und Griffin wird Crowder für Sam erneut eine wichtige Stütze und sichere Anspielstation im Kurzpassspiel darstellen. Ich prognostiziere „stat-wise“ eine ähnliche Saison wie 2019 – Crowder muss sich außerdem beweisen, um sein vergleichsweise hohes Salary für einen Slot WR zu rechtfertigen.

Vyncint Smith (Backup Outside WR)

Smith besitzt ähnliche physische Attribute wie ein Robby Anderson oder Denzel Mims: Größe, Athletik, Geschwindigkeit. Smith wurde im vergangenen September aus dem Practice Squad der Texans „gestohlen“ und wurde primär als Kick Returner und Gadget Player eingesetzt. Er konnte moderate 225 receiving yards und außerdem einen Rushing TD verbuchen. Diese Saison bekommt Smith alle Chancen, seine Production deutlich nach oben zu schrauben. Je nachdem, wie lange Mims benötigt, um sich in der NFL zu akklimatisieren, könnte Smith sogar in Week 1 als Starter gegenüber von Perriman auflaufen. Einen jungen, variabel einsetzbaren Backup WR mit Potential im Repertoire zu haben kann auf jeden Fall nicht schaden, für mich ist Smith nichtsdestotrotz ein Dark Horse, das man nur schwer einschätzen kann. Ich denke, er wird seine receiving yards aus der letzten Saison verdoppeln und an den 500 kratzen können, außerdem legt er 3 all purpose TDs auf.

Braxton Berrios (Backup Slot WR)

Ein weiterer junger Backup, der in der vergangenen Saison zwar kaum als Passempfänger in Erscheinung getreten ist (nur 115 receiving yards), aber dafür zu den besseren Punt Returnern der Liga zählte. Die kommende Saison schätze ich ähnlich ein – er wird unser starkes Special Teams wieder als produktiver Punt Returner anführen und unserer Offense eine gute Field Position ermöglichen; sein Skillset als WR ist zwar balanced, kein Trait sticht hierbei aber besonders hervor, weswegen er nur im Falle einer Verletzung Crowders (Gott bewahre) zu signifikanter Spielzeit kommen sollte. Projected Stats: ~ 200 yards, 1 total TD.

Lawrence Cager vs. George Campbell

Eines der wohl interessantesten Camp Battles findet zwischen zwei hoch veranlagten UDFAs statt. Ichdenke wir gehen mit 6 WRs in die Saison, möglicherweise kommt je nach Verlauf des Training Camps hier noch ein Veteran – wie beispielsweise Demaryius Thomas – hinzu, um als Mentor für die jungen Spieler zu fungieren. Letztendlich könnte es also gut sein, dass Cager und Campbell um den letzten verbleibenden WR Spot im Roster konkurrieren.
Cager transferierte nach drei Jahren bei den Miami Hurricanes zu den Georgia Bulldogs und legte in der letzten Saison in acht Spielen knapp 500 receiving yards und 4 TDs auf. Er besticht wie viele andere Spieler in unserem WR Room mit einer beeindruckenden Körpergröße und Physicality. Er hat solide Hände und könnte bereits als Rookie in der Red Zone bei Contested Catches eingesetzt werden. Der ehemalige Georgia QB Jake Fromm, der inzwischen dem QB Room der Bills angehört, lobte Cager für seine besondere Spielintelligenz. Es wird sich zeigen, ob Cager auf NFL-Level für genug Separation sorgen kann – hierfür muss er besonders an seinen Routen arbeiten. Wenn das gelingt und er von Verletzungspech verschont bleibt, könnte ihm durchaus eine erfolgreiche NFL-Karriere bevorstehen.
George Campbell ist ein hochveranlagter, ehemaliger 5-Star-Recruit, der nach drei verletzungsgeplagten Jahren bei den Florida State Seminoles bei den West Virginia Mountaineers anheuerte. In der vergangenen Saison konnte er zwar nur 19 catches (für knapp 500 yards) verbuchen, beachtlicherweise waren sieben davon Touchdowns. Campbell ist groß, pfeilschnell und eine potentielle Big Play Maschine. Er konnte dem Hype in seiner vierjährigen College-Karriere zwar nie wirklich gerecht werden, aber vielleicht findet er ja seine Nische bei den Jets als Deep Threat?
Stand jetzt sehe ich Cager einen Tick vor Campbell, da er einfach variabler einsetzbar ist und deutlich mehr Spielerfahrung AUF dem Feld sammeln konnte. Ich vermute, dass Cager sich einen Roster Spot sichern und Campbell ein Prime Kandidat fürs Practice Squad sein wird.

(Chris Hogan wurde nach Fertigstellung des Breakdowns verpflichtet und wird deshalb nicht sonderlich erwähnt – Anm. d. Red.)

Camp Bodies

Jeff Smith, Jehu Chesson und Josh Malone sind für mich Stand jetzt nur Camp Bodies. Sollte keiner überragende Leistungen zeigen und damit die Coaches nachhaltig von sich überzeugen können, sehe ich alle drei als sichere Cuts; Smith ist potentiell erneut wie im letzten Jahr ein Kandidat fürs Practice Squad.

Out for 2020

Der ehemalige First Round Bust aus Washington – Josh Doctson – entscheidet sich aufgrund der Corona-Pandemie diese Saison auszusetzen und stattdessen Menschen in Not in Ruanda zu helfen. Er stößt damit erst 2021 zu den Jets.Außerdem wurde Josh Bellamy bereits im Mai aufgrund einer Schulterverletzung auf die PUP List gesetzt, was seine 2020er Saison vorzeitig beendet hat. Jene Schulterverletzung hat ihn außerdem schon einen Großteil der vergangenen Saison gekostet.

Freddy, 16.08.2020