Jermar Jefferson

  • Size: 5‘10
  • Weight: 217 lbs
  • Position: Running Back
  • School: Oregon State
  • Current Year: Junior

Player Profile auf der Homepage der Uni

Mein erster Scouting Report in diesem Jahr handelt auch gleichzeitig von meinem absoluten Lieblingsspieler der kommenden Draft Class. Der beste Spieler meines liebsten College-Teams – der Oregon State Beavers – ist meiner Meinung nach einer der most underrated Prospects. Hätte Jefferson für ein renommierteres College-Team im National Spotlight seine Schuhe geschnürt, wäre er zum jetzigen Zeitpunkt womöglich in aller Munde. Aber was macht Jefferson zu einem legit Top 5 RB Prospect im diesjährigen Spielerpool?

Career Summary

Jermar Jefferson entschied sich als Three Star Recruit für eine College-Laufbahn bei den Beavers und konnte bereits als Freshman überzeugen. Mit knapp 1400 rushing yards und 12 total TDs schlug er direkt ein und wurde vollkommen verdient zum PAC-12 Freshman of the Year und Freshman All-American gewählt. Als Sophomore teilte er sich die Snaps vermehrt mit Artavis Pierce (inzwischen bei den Chicago Bears unter Vertrag), weswegen seine Production mit 685 rushing yards und 8 rushing TDs deutlich zurückging. Mit seinen ersten beiden receiving TDs konnte er außerdem im Passing Game auf sich aufmerksam machen. Als Junior war Jefferson wieder als klarer Lead Back gesetzt und stellte nach dem Abgang von QB Jake Luton in Richtung Jacksonville praktisch mehr oder weniger alleine die Offense der Beavers dar. Obwohl viele Teams als primären Gameplan das Stoppen des Laufspiels und damit Jeffersons im Sinn hatten, war dieser einfach nicht zu stoppen. Knapp 900 rushing yards (6.5 YPC) und 7 total TDs standen am Ende der aufgrund von Covid-19 verkürzten Saison (six games) auf dem Stat Sheet – davon allein 226 rushing yards und 2 TDs im Upset Rivalry Win gegen die Oregon Ducks. Letztendlich belegt Jefferson mit knapp 3000 rushing yards, 29 total TDs und 15 100 yard games in 27 career appearances jeweils den fünften Platz in der All-Time List der Beavers.

Tape Breakdown Strengths

Vision

Eines seiner besten Traits. Ähnlich wie Le’Veon Bell zu seinen Glanzzeiten ist Jefferson extrem patient. Er wartet, bis sich ein Laufweg öffnet und hat dann das Gespür, im richtigen Moment die passende Gap zu nutzen.

Change of Direction
 
Ich persönlich sehe Jefferson zwar als potentiellen Three Down Back, in Scouting-Kreisen wird er aber eher als Change of Pace Back prognostiziert, was unter anderem auf seine Qualität als One Cut Back zurückzuführen ist. Von einem auf den anderen Augenblick kann Jefferson seine Laufrichtung blitzartig wechseln, um dann direkt richtig durchzustarten.

Balance

Jefferson besitzt einen kompakten Körperbau mit einem niedrigen Schwerpunkt gepaart mit einer ordentlichen Portion Toughness. Er ist demnach nur schwer zu Boden zu bringen und hat mehrfach bewiesen, dass es mehrere Gegenspieler Bedarf, um seine Runs zu stoppen.

Receiving Skills

Auch wenn seine Receiving Skills noch ziemlich raw und ausbaufähig sind, ist Jefferson aus dem Backfield durchaus ein nicht zu unterschätzender Threat. Egal ob Screen, Angle oder Wheel Route – Jefferson besitzt durch seine ausgeprägte Vision bei jedem Catch die Möglichkeit, einige YAC zu generieren. Somit kann er auch als Safety Blanket für einen potentiellen Rookie QB fungieren 😉

Tape Breakdown Weaknesses

Athleticism/High-End Speed

Sein Athleticism und Speed sind eigentlich keine wirklichen Schwächen, sie stechen aber einfach nicht so positiv heraus wie die bereits genannten Fähigkeiten. Jefferson wird voraussichtlich einen 40 yard dash um die 4.60s (+/-) laufen, sein Play Speed ist aber deutlich schneller, was ich als wesentlich wichtiger erachte.

Elusiveness

Jefferson ist zwar ein prototypischer One Cut Back, jedoch fehlt ihm auf der anderen Seite aber der nötige Wiggle im Open Field. Sein Repertoire an Moves, um einen Gegenspieler hier aussteigen zu lassen, ist begrenzt.

Pass Protection

Auch keine wirkliche Weakness per se, aber hier besteht noch viel Luft nach oben, wenn er regelmäßig blitzende NFL-LBs in Schach halten soll.

Fazit

Jermar Jefferson ist am Ende des Tages einfach ein echt guter Football-Spieler, der in drei Saisons für ein unterdurchschnittliches College-Team eine ständige, gefährliche Konstante darstellte. Man weiß, was man bekommt: Jefferson ist ein klassischer „jack of all traits, master of none“ – ein well rounded RB, der keine signifikanten Schwächen aufweist, dessen durchschnittliche athletische Fähigkeiten ihn aber nicht von anderen Prospects abheben. Er passt praktisch in jedes System, meiner Meinung nach würde ihm aber besonders ein Zone Read Scheme (was die Jets adaptieren werden) gut zu Gesicht stehen. Sollte er noch etwas an seiner Elusiveness und seinen Blocking Skills feilen können, besitzt er durchaus das Potential, in der NFL als primärer Ball Carrier in einem Commitee (beispielsweise mit einem Ty Johnson und La’Mical Perine) gelistet zu werden. Ich sehe in Jefferson den perfekten Fit für die neue Shanahan-Offense und würde mich tierisch darüber freuen, meinem Draft Crush ab der kommenden Saison in Green & White zuzujubeln – sollte er zu Beginn der vierten Runde noch auf dem Board sein, ist er für mich der Pick!

Draft Projection: Late 3rd bis Early 4th (Top 100)

Freddy