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Miami Dolphins

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New York Jets
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Im Osten nichts Neues

„Es ist sinnlos zu sagen: Wir tun unser Bestes. Es muss dir gelingen, das zu tun, was erforderlich ist.“

Winston Churchill

Am Sonntag waren die Miami Dolphins zu Gast in East Rutherford. Und passend zum ersten Advent durfte auch wieder der Mann mit dem Rauschebart seitens der Dolphins als QB starten, da Rookie Tuanigamanuolepola „Tua“ Tagovailoa mit einer Daumenverletzung aussetzen musste. Bei den Jets kehrte Sam Darnold in die Startaufstellung zurück, welcher seit dem Spiel gegen die Chiefs mit einer Schulterverletzung die Bank drücken musste. Da mit George Fant, Alex Lewis und Chuma Edoga aktuell drei Lineman nicht im Aufgebot standen, war bereits zum Kickoff zu befürchten, dass es keine leichte Rückkehr für Darnold werden würde.

Die Highlights des ersten Quarters sind schnell zusammengefasst. Nach einem Fieldgoal der Jets im ersten Drive, konnten die Dolphins kurz vor Ende des Quarters ebenfalls ein Fieldgoal verwandeln und ausgleichen. Somit ging es 3:3 in das zweite Viertel.

Im folgenden Drive der Dolphins kam es zu einer fragwürdigen Entscheidung der Referees, als ein 19 Yard Pass von Fitzpatrick auf Parker als completed und fumbled out of bounds gewertet wurde. Auch eine von den Jets geworfene Challenge konnte daran nichts ändern, auch wenn CBS Experte Gene Steratore und Parker selbst hier anderer Meinung waren.

Der Drive endete mit einem 13 Yard TD-Pass auf TE Gesicki, welcher sich von Davis freilaufen konnte und den Ball in der Endzone der Jets fangen konnte.

Nach einem folgenden three and out der Jets konnte Miami anschließend noch einmal in Fieldgoal Range kommen und um weitere drei Punkte erhöhen.

Im letzten Drive der Halbzeit schafften es die Jets bis in die Redzone der Dolphins, konnten dies aber nicht in einen TD verwandeln. So musste bei 4th&1 an Miamis 11 und noch drei Sekunden auf der Uhr, erneut Kicker Castillo bemüht werden, welcher aber den Ball rechts an den Stangen vorbei kickte. So ging es mit dem Zwischenstand von 13:3 in die Halbzeitpause.

Im ersten Drive der zweiten Halbzeit zeigte die Jets Defense ihr Talent, allen voran Quinnen Williams, welcher bei 2nd&10 durchrushen konnte und Fitzpatrick, für sechs Yard loss, tackeln konnte. So kam es zu einem three and out für Miami und man merkte der Jets Defense an, dass sie das Spiel mit 10 Punkte Rückstand nicht aufgeben wollte.

Nur die Jets Offense war leider nicht in der Lage die Chancen, welche durch ihre Teamkameraden auf der anderen Seite des Balls verschafft wurden, in zählbares umzusetzen.

So warf Darnold im anschließenden Ballbesitz einen fürchterlichen Pass Richtung Crowder, welcher jedoch von Needham intercepted wurde.      

Es ist wieder der Defense der Jets zu verdanken, welche es erneut mit Hewitt schaffte Fitzpatrick zu sacken, welcher hierbei sogar den Ball fumbelte, dass die Dolphins keinen Profit aus dem Turnover schlagen konnten.

Die Jets schafften es im Verlauf des dritten Viertels noch zweimal einem Spieler aus Miami den Ball aus der Hand zu schlagen und selbst zu sichern. Zuerst konnte erneut Quinnen Williams, Miami RB Breida tackeln, welcher dadurch den Ball frei gab und im Anschluss von Langi gesichert werden konnte. Und auch Jenkins konnte den Dolphins die Kontrolle über den Ball entreißen, welcher von Hewitt aufgenommen und 17 Yards zurückgetragen wurde.  

Beide Turnover blieben jedoch fruchtlos, nachdem die eine Chance in einem Punt und die zweite durch ein Turnover on Downs endete, als Gore ein 4th&1 an Miamis 17 nicht verwerten konnte. Somit verlief das dritte Viertel punktlos und es blieb beim Stand von 13:3

Nach je einem three and out auf beiden Seiten konnte Miami noch einmal in die Endzone der Jets vordringen und TE Shaheen konnte den Pass von New Yorks sieben Yard Linie in der Endzone fangen. Dieser TD führte zum Stand von 20:3 bei noch nicht ganz sieben Minuten auf der Uhr und läutete somit offiziell die Garbagetime ein.

Der folgende Drive endete doch bereits nach nicht einmal 22 Sekunden Spielzeit, als Darnold erneut eine Interception warf als er versuchte den vollständig gedeckten Perriman anzuwerfen.

Im Anschluss spielten die Dolphins die verbleibenden 6:20 herunter und man war am Schluss der Gnade der Dolphins ausgeliefert, als diese fünf Yards vor der Endzone, mit noch verbleibenden 1:11 auf der Uhr anfingen abzuknien anstatt noch einen draufzusetzen.

-Fazit-

Das Spiel hat erneut gezeigt, dass die größte Baustelle der Jets eindeutig in der Offense zu finden ist. Crowder, Perriman und Mims waren alle präsent und konnten auch überzeugen dennoch reichte dies nicht aus um mehr als ein Fieldgoal aus dem Spiel mitzunehmen.

Abgesehen von Becton, welcher wieder solide abliefern konnte, war die O-Line wieder das größte Problem. Aber auch Sam Darnold konnte erneut nicht annähernd das liefern, was man Anfang der Saison noch von ihm erhoffte. Auch ihm dürfte jedoch mittlerweile bewusst sein, dass er nicht mehr nur für die Zukunft der Jets, sondern auch für seine eigene als QB in der NFL spielt. Das Interesse anderer Teams an Darnold dürfte verhalten ausfallen, wenn man bedenkt, dass die Jets an diesem Wochenende genauso viele Punkte zustande gebracht haben wie die Broncos, welche ohne QB spielen mussten.

Während die 4-7 Lions am Wochenende sich u.A. ihres Headcoaches Matt Patricia entledigten, suchte Gase auf der anschließenden Pressekonferenz erneut nach Ausreden. An dieser Stelle sei nochmal auf das eingangs erwähnte Zitat Churchills verwiesen. Es bleibt zu hoffen, dass Owner Woody Johnson in seiner Zeit als Botschafter im Vereinigten Königreich diesem Zitat gewahr wurde.  

Die Jets stehen mit dieser Niederlage jedenfalls bei 0-11 und rühren damit weiter fleißig Beton für den Sockel des 1st Overall Picks an.      

Markus