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Cleveland Browns

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New York Jets
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"Ich glaube, die Verlierer sind die wahren Gewinner."

Arthur Spooner

Victory Monday!

Man könnte sich langsam an dieses Gefühl gewöhnen. Nachdem man letzte Woche die LA Rams geschlagen hat, die auf einem Playoff Platz standen, hat man gestern die Cleveland Browns – die auf einem Playoff Platz stehen -mit einer Niederlage zurück nach Hause geschickt.

War ich letzte Woche noch eher enttäuscht, dass man mit einem Sieg den First Overall Pick verspielt hat, so sieht die Welt heute für mich anders aus. Man stand auf Platz zwei der Draft Order und benötigte schon einen Sieg der Jaguars UND eine eigene Niederlage, um wieder die Chance auf Platz eins und somit auf Clemson QB Trevor Lawrence zu erhalten. Die Jaguars gingen jedoch in Chicago baden und so realisierte man schnell, dass dieser First Overall eigentlich kein Thema mehr ist. 

Ich konnte dann im Spielverlauf endlich mal wieder auf einen Sieg hoffen. Ein gutes Gefühl, dass ich ernsthaft schwer vermisst habe. Und das Beste: es kam so.

Die Defense ist mit imitierten Mitteln über sich hinausgewachsen.

Der Sieg war verdient. Und das ist das Beste daran. Kein Glück oder reines Unvermögen des Gegners. Nein. Man war einfach besser. Auch wenn Cleveland mit einigen Ausfällen (quasi die ganze WR Gruppe musste auf der Coronaliste aussetzen) zu kämpfen hatte, stand dort kein komplettes Schattenteam. Sie standen bei 10-4 und konnten den Playoffspot mit einem Sieg ergattern.

Aber unterschätze nie einen angeschlagenen Boxer…

Das Spiel

Ich werde das Spiel diesmal nicht in Drives durchgehen, sondern auf Schlüsselsituationen eingehen und grob umreißen.
Im Gegensatz zur bisherigen Gewohnheit startete man nicht mit einem Score im Opening Drive.
Man musste zweimal punten, während die Browns auch nur ein Fieldgoal erzielen konnten.
Es war Jamison Crowder, der im dritten Drive der Jets beeindrucken konnte. Er fing zwei Pässe für jeweils neun Yards (einer zum 1st Down) und an der 43 der Browns wurde es erschreckend kreativ. Ein Handoff auf Ty Johnson wurde in einem Reverseplay auf Jamison Crowder abgegeben. Die Browns versagten auf ganzer Linie in der Coverage und Braxton Berrios lief in einer Wheel Route rechts die Seitenlinie entlang. Slot WR auf Slot WR – Touchdown Jets. Ein wirklich schöner Drive mit einem noch besseren Abschluss.

Die Browns erhielten den Ball zurück, doch sie hatten gegen die Defense von Interims Coordinator Frank Bush keinerlei Antworten. Insbesondere QB Baker Mayfield spielte schwach. Er überwarf diverse Male Receiver oder Pässe wirkten vollkommen deplatziert. Dazu kam das eigentlich starke Laufspiel überhaupt nicht ins Rollen. Nick Chubb und Kareem Hunt konnten in Kombination am Ende des Tages nur 39 Yards beisteuern. 

Und auch Turnover konnte unsere Defense produzieren. Wie hier kurz nach dem TD durch Frankie Luvu (Recovery von Foley Fatukasi)

Die Führung wurde schnell ausgebaut und man konnte endlich mal von einer guten Feldposition profitieren. Sam Darnold konnte seinen siebten TD Pass der Saison beisteuern (Nr 2 von TE Chris Herndon), als die Browns erneut keine Antwort in der Coverage hatten.

Im Anschluss wurde der Ball fröhlich hin und her gepunted und die Browns beendeten die Halbzeit mit einem Cody Parkey Kick neben die Torstange zum 13-3 Halbzeitstand.

Man kam diesmal gut aus den Katakomben und legte gleich den dritten Pass TD des Tages hin, als die Browns ERNEUT in der Coverage versagten. Ein Bunch Right verwirrte die Browns und nach dem Snap stellten sich zwei Mann gegen Chris Herndon, während keiner Jamison Crowder bewachte. TD.

Anschließend kam Cleveland dann doch ein wenig ins Rollen und ein geblockter FG Try von Sam Ficken, der wahrlich keinen guten Tag hatte (missed Extra Point und Kick out of bounds in einer wichtigen Situation am Ende – glücklicherweise ohne Konsequenzen), gab ihnen ein wenig Momentum.

Zwei TD Drives machten das Spiel wieder eng, doch Kicker Cody Parkey versemmelte auch einen Extra Point, wodurch man nach wie vor zu Beginn des vierten Quarters mit vier Punkten, 20-16, in Führung lag.

Doch die Jets Defensive Line – die als Kollektiv definitiv den Gameball von mir erhält – machte das Big Play, dass den Pfeil in Clevelands Herz schoss. Tarell Basham schlug Baker Mayfield den Ball aus der Hand und Jonathan Franklin-Meyers sicherte das Ei.
Die Offense, die trotz einiger Ausreißer nach oben in der ersten Halbzeit wenig inspirierend war, konnte den Sack nicht zumachen und erzielte nur ein FG. Auch wurden nur lausige 22 Sekunden von der Uhr genommen.

Es war erneut die Defense, die ihren Mann stand. Die Browns kamen mit nur noch einer Timeout die 15 der Jets und standen vor einem 4th & 1. Und die Defensive Line machte die Tür bei einem QB Sneak zu. Baker Mayfield fumblete den Ball zum dritten Mal und dadurch war der Spielzug vor dem First Down Marker beendet. Zwar sammelte Kareem Hunt den Ball auf, doch der „forward progress“ ist nach einem Fumble in den letzten Minuten des Spiels beendet. Nur der Spieler, der den Ball auch verliert, kann den Ball wieder aufsammeln und dadurch weitere Yards generieren. Eine äußerst sinnvolle Regel, die absichtliche Fumbles nach vorne verhindern soll.

Fazit

Das Spiel ist gewonnen. Zurecht.

Die Defense sollte sämtlichen Lob für diesen Sieg erhalten. Vier Sacks durch vier unterschiedliche Spieler der Line konnte man verbuchen und gleich drei Fumbles verursachen. Die Cornerbacks spielten eine gute Coverage gegen eine zwar unterklassige Competition auf WR, wobei man aber auch nicht vergessen darf, dass die Jets CBs selber nicht unangefochtene Starter auf dem NFL Level sind.
Insbesondere Bryce Hall, unser 5th Round Rookie, gefiel mir im zweiten Spiel nacheinander ausgesprochen gut.

Die Abwesenheit von Quinnen Williams konnte ausgezeichnet kompensiert werden.

Auf der offensiven Seite war Jamison Crowder mit Abstand der beste Mann auf dem Feld (7 Catches, 92 Yards, 1 TD, 1 TD Pass), während die Offensive Line auch einen sehr soliden Job gegen eine starke Front Seven der Browns machen konnte.

Sam Darnold war erneut maximal auf dem Game Manager Level. Er machte viele Fehler und es hätten auch durchaus drei Interceptions sein können, wenn die DBs die Bälle festgehalten hätten. Dazu kommen fehlerhafte Entscheidungen wie ein weggeworfener Ball am Ende, statt des Hinnehmens eines Sacks, um die Uhr am Laufen zu halten.
Die Stats sind auch nur für 50 % Completions (16/32) für weniger inspirierende 175 Yards gut. Allerdings hat er auch endlich mal zwei Touchdowns in einem Spiel erzielt, was für sein Selbstvertrauen von Bedeutung sein sollte. Für eine Zukunft mit den Jets zu argumentieren wird jedoch selbst für den stärksten Believer langsam ein echtes Problem.

Der zweite Pick im 2021er Draft ist nun abschließend sicher, denn die Bengals gewannen ihr Spiel in Houston während die Jaguars erneut verloren. Es ist sicher, dass die Jets an zweiter Stelle picken. Somit können wir nächste Woche alle gemeinsam hoffen, dass man die Patriots ebenfalls mit einer Niederlage nach Hause schickt.

Für die jungen Spieler bedeutet so ein Sieg jedenfalls verdammt viel nach dieser Saison zum Vergessen. Allein die Reaktion von Mekhi Becton sagt alles.

Jet Up!

Basti